Buddha in der Küche:Kulinarische Lesung mit Harald Lemke
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Die »Goldenen Zwanziger« Jahre waren eine Epoche des Aufbruchs, aber auch der Verunsicherung. Nach Krieg, politischem Umbruch und dem Verlust vieler Gewissheiten wurde Religion neu befragt: weniger als Institution und Dogma, stärker als persönliche Erfahrung und individuelle Sinnsuche. In dieser Zeit wächst auch das Interesse an fernöstlichen Weisheitslehren – insbesondere am Buddhismus, der vielen als Alternative zu westlicher Überforderung und innerer Unruhe erschien: nicht als bloßes Glaubenssystem, sondern als Praxis der Achtsamkeit, der Selbstkultivierung und des Maßes. Der Philosoph Harald Lemke knüpft an diese Suchbewegung an und führt sie in die Gegenwart. Er zeigt, dass Kochen und Essen weit mehr sein können als Ernährung oder Konsum – nämlich ein Ort, an dem sich Weltbeziehung, Ethik und Lebenshaltung konkret ausdrücken. Der Alltag wird dabei zum Übungsfeld: am Herd, am Tisch, in der Gemeinschaft. Der Abend mit einer kulinarischen Begleitung lädt dazu ein, über eine einfache, aber tiefgreifende Frage nachzudenken: Was bedeutet es, bewusst zu leben – und kann sich eine spirituelle Haltung im Essen und Teilen verwirklichen?
