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Podiumsdiskussion:"Evaluation des Prostituiertenschutzgesetzes"

Datum:
Donnerstag, 12. März 2026 18:00 - 21:00
Art bzw. Nummer:
Gespräch
Art bzw. Nummer:
104607_KEBSB

Fünf Jahre Prostituiertenschutzgesetz: Einblicke, Einordnungen und Empfehlungen aus Forschung und Praxis

Im Jahr 2017 wurde das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) eingeführt. Die Ergebnisse der Evaluation durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. sollen als Grundlage für eine Weiterentwicklung des Gesetzes dienen, das den Schutz von Menschen in der Sexarbeit verbessern soll – vor allem mit Blick auf ihre Selbstbestimmung, Sicherheit und Gesundheit. Befragt wurden mehr als 2.300 Sexarbeiter*innen, 3.400 Kund*innen, 800 Mitarbeiter*innen aus Behörden sowie 280 Betreiber*innen von Prostitutionsstätten. Die Evaluation zeigt, dass das ProstSchG zu mehr institutionalisierter Beratung, einer Verbesserung des Gesundheitsschutzes und einer stärkeren Sichtbarkeit von Prostituiertenrechten beigetragen hat. Positiv hervorgehoben wird, dass Schutz- und Informationsangebote besser verankert wurden und so Ausbeutung wirksamer begegnet werden kann. Gleichzeitig bestehen bürokratische Hürden und föderale Unterschiede, welche die Umsetzung erschweren. Empfohlen werden vereinfachte und einheitlichere Verfahren sowie mehr niedrigschwellige Unterstützungsangebote, insbesondere für vulnerable Gruppen. Zudem wird eine differenzierte Auseinandersetzung mit Sexarbeit als Erwerbsarbeit als notwendig erachtet. Dr. Tillmann Bartsch vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen wird die zentralen Ergebnisse der Evaluation vorstellen. Diese werden In einer Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Recht, Beratung und Sexarbeit diskutiert, eingeordnet und es werden Perspektiven für Gesetzgebung und Praxis aufgezeigt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit eines Austauschs zwischen den Besucher*innen und den Podiumsteilnehmer*innen.

 

 

Veranstalter*innen: Die saarländischen Fachberatungsstellen für Sexarbeitende der Aidshilfe Saar e.V., ALDONA e.V. und der Drogenhilfe Saarbrücken gGmbH in Kooperation mit der KEB im Bistum Trier und dem Frauenrat Saarland e.V..

 

Anmeldung bis 28.02.2026 unter alexander.kuhn@aidshilfesaar.de

Johannes-Foyer

Ursulinenstraße 67
66111 Saarbrücken