Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies. Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Digitales Angebot - Zugang erfolgt nach Anmeldung

Ökotheologie - Was ist die Kompetenz der Theologie im Umweltdiskurs?

  • Autor von "Christliche Umweltethik. Grundlagen und zentrale Herausforderungen"
Art der Veranstaltung: Kurs

Wir leben derzeit in vermutlich jeglicher Hinsicht in schwierigen Umbrüchen. Die Klimakrise ist nur eine der Krisen, die uns herausfordert, unser Leben als Individuen und unser Zusammenleben als Weltgemeinschaft, aber auch unser Leben in einer Glaubensgemeinschaft grundlegend zu ändern. Auch wenn die Bedeutung der Religionen und ihr Einfluss auf gesellschaftliche Entscheidungen zu schwinden scheint: dort, wo über die notwendigen Veränderungen nachgedacht und nachgeforscht, wo um zukunftsfähige Modelle des Zusammenlebens auf der Welt gerungen wird, wird auch von den Religionen oft mehr erwartet, als diese selbst noch glauben.

Dass die ökologische Krise und das Verhalten zu ihr keine „unreligiöse“ Frage ist, sondern im Zentrum des Christseins steht, macht Papst Franziskus an vielen Stellen deutlich, angefangen schon mit der Wahl seines Papstnamens. In der Enzyklika „Laudato Si´“, der ersten päpstlichen Lehrverkündigung, die sich umfassend mit dem Thema Ökologie beschäftigt, drückt er das so aus: „Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen gehört wesentlich zu einem tugendhaften Leben; sie ist nicht etwas Fakultatives, noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung.“ (LS 217)

Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Universität München und in etlichen säkularen wie kirchlichen Gremien und Funktionen einer der führenden „Umwelttheologen“, hat im vergangenen Jahr sein Grundlagenwerk „Christliche Umweltethik“ veröffentlicht. Daraus leitet er seine Thesen zu den Kompetenzen der Theologie im Umweltdiskurs ab und damit möglicherweise auch zum Auftrag der Kirchen bei der Suche nach Lösungen der Umweltkrise und anderer weltgesellschaftlicher Krisen.​